Wasserstoffmarkthochlauf – Bezugskosten im Vergleich: Was müssen verschiedene Anwendungen 2035 einkalkulieren?

Wasserstoff gilt als Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung der Industrie – doch der erwartete Hochlauf lässt auf sich warten. Ein zentrales Problem: Weder Erzeuger noch Abnehmer können verlässlich einschätzen, mit welchen Kosten sie tatsächlich rechnen müssen.

 

Bisherige Studien haben sich vor allem auf die Erzeugungsseite konzentriert. Doch Wasserstoff muss transportiert, gespeichert und zum richtigen Zeitpunkt bereitgestellt werden – und genau hier entstehen je nach Anwendungsfall sehr unterschiedliche Zusatzkosten, die bislang kaum systematisch erfasst wurden.

Forschende des Fraunhofer ISI, IEG und IEE haben diese Lücke mit einer neuen Analyse geschlossen. Sie betrachten erstmals Erzeugungs-, Transport- und Speicherkosten gemeinsam – und zeigen, wie stark sich die tatsächlichen Bezugskosten zwischen industrieller Bandlast, flexiblen Industrieprozessen, Kraft-Wärme-Kopplung und Kraftwerken unterscheiden können.

 

Im Anschluss an die Vorstellung der Ergebnisse laden wir Sie herzlich zur Diskussion mit den Forschenden ein.

 

Die Session richtet sich an Akteure aus Industrie, Energiewirtschaft, Politik und Forschung, die die wirtschaftlichen Voraussetzungen eines gelingenden Wasserstoffhochlaufs aktiv mitgestalten wollen.

Auf einen Blick

  • Warum selbst bei der Erzeugung grünen Wasserstoffs eine große Kostenspanne besteht – und welche Stellschrauben entscheidend sind

 

  • Wann Infrastrukturkosten die Erzeugungskosten nahezu verdoppeln können – und welche Anwendungen besonders stark betroffen sind

 

  • Welche Konsequenzen sich für die Wirtschaftlichkeit von Wasserstoffkraftwerken und für die Refinanzierung des Kernnetzes ergeben

 

  • Welche Strategien – von flexibler Beschaffung über Onsite-Lösungen bis zu Portfolioeffekten – können helfen, die Beschaffungskosten zu senken
 

6. Juli 2026 | 15.00 Uhr bis 16.30 Uhr | Digital via MS Teams